Am Freitag Abend ging es mit 3 anderen Au pairs aus Auckland los. Louise, eine Dänin, Sabrina und Theresa, zwei deutsche Au pairs. Gegen 9 Uhr erreichten wir dann unser erstes Ziel, die Backpacker in Hamilton. Dort verbrachten wir eine Nacht und dann ging es morgens früh auch schon weiter nach Hobbiton, wo um 10:30 unsere Führung durch den Herr der Ringe und Hobbit Drehort beginnen sollte. Schon auf dem Weg dort hin kamen uns manche Plätze ziemlich bekannt vor, hügelige Graslandschaft mit jeder Menge Schafen und Rindern. Die Führung war wirklich toll, besonders wegen unserem sehr unterhaltsamen Führer, der zu jedem Platz eine Geschichte parat hatte. Zum Beispiel zu einem Pflaumenbaum, unter dem ein Mädchen drei Nachmittage hintereinander Pflaumen essen musste, während Bilbo die Treppen herunter rennt. Da die Szene die ganze Zeit nicht perfekt war, da Bilbo zu langsam oder zu schnell lief, ein Schmetterling im Hintergrund alles zerstörte oder andere Kleinigkeiten nicht passten, musste die Szene solange wiederholt werden, bis dem armen Mädchen total schlecht war und sie über 100 Pflaumen an einem Nachmittag gegessen hatte. Der Resigeur war eben ein Perfektionist!
Die ganzen kleinen Hobbit Häuser sind wirklich beeindruckend, wirklich genauso wie im Film, einfach unglaublich!
Am Ende unserer Führung bekamen wir noch ein freies Getränk im berühmten Pub "Dragon". Natürlich aus handgefertigten Hobbit Krügen.
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| Hinter der Theke im Dragon |
Nach der Hobbiton Movie Set Tour ging unsere Reise weiter nach Rotorua. Dort angekommen hat uns erst mal der Gestank nach faulen Eiern empfangen. Durch die ganzen geothermalen Quellen, die alle Schwefel enthalten, entsteht dieser Geruch. Dieser Geruch ist wirklich in der ganzen Stadt, sobald man das Hostel verlässt, wird man den Gestank in der Nase nicht mehr los.
Gegen Nachmittag haben wir uns erst mal im Hostel breit gemacht. Das Hostel war wirklich super schön und hatte sogar einen Spa-Pool für die freie Nutzung aller Gäste.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch Rotorua, wo wir noch viele weitere Mud Pools und Hot Pools gesehen haben, ging es auch schon zur Tamaki Maori Village. Das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis!
Schon der Busfahrer entpupte sich als echter Maori und führte uns schon im Bus in ein paar Maori Wörter und Bräuche ein. Dann wurde ein Häuptling gewählt, der dann für die Gruppe steht und dann von den Maori empfangen wird. Endlich angekommen wurden wir auch schon von den Maori mit einem Tanz begrüßt. Dabei machen sie immer ganz große Augen, strecken die Zunge heraus und machten sehr komische und angstmachende Laute. Etwas gruselig, aber zugleich auch lustig. Nachdem wir endlich in die Maori Village eintreten konnten, warteten dort viele Maori vor ihren Hütten, um uns in ihre Traditionen und Kultur zu vermitteln. 2 Maori Frauen machten uns mit ihren Poi, Ballen an Schnüren, vertraut, mit denen sie uns einen Tanz zeigten. Diese Poi werden dazu benutzt, um die Arme und die Geschicklichkeit zu trainieren. 2 Maori Männer lehrten uns ihren Tanz den sie zum Abschrecken von Fremden benutzen. Dann wurden wir noch mit 2 Maori Spielen vertraut gemacht. Einmal ein Spiel mit Stöcken, indem es darum geht über diese Stöcke zu springen und ein anderes, indem es darum geht ganz schnell die Position zu wechseln, während man einen bodenlangen Stab in der Hand hält. Beim Positionswechsel muss man den Stock des Nachbarn greifen. Dazu gibt es Richtungsanweisungen. Bei wem als erstes der Stock fällt, weil er zu langsam, oder in die falsche Richtung gelaufen ist, ist raus. Bei diesen Spielen hatten wir wirklich alle viel Spaß!
Nach noch einer Vorführung von verschiedenen Tänzen mit Gesang und Gitarre, wurde uns der Erdofen gezeigt. In diesem Erdofen wird das traditonelle Hangi (Festessen aus dem Erdofen), auf heißen Steinen unterhalb der Erde gegart. Unten sind die Körbe mit Fleisch ( Hühnchen und Lamm) und Fisch darauf das Gemüse (Kumara (Süßkartoffel), Kartoffeln und Karotten). Das ganze wird mit einem nassen Tuch abgedeckt und mit Erde überschüttet, damit die Hitze im Ofen bleibt und gart dort ca. 3-4 Stunden. Das Essen war wirklich sehr lecker und man konnte sehr gut das Raucharoma aus dem Erdofen schmecken. Das Hangi wurde in Buffetform angerichtet mit noch weiteren Leckereien wie Muscheln, Salate und Brot. Zum Nachtisch gab es dann noch "Pudding", Schokoladenkuchen und Baiserkuchen mit Vanillesoße.
Nach der Poroporoaki, der Abschlusszeremonie, bei der wieder Gesungen und Getanzt wurde, ging es dann auch wieder nach Hause.
Den Abend verbrachten wir noch bei Poolbilliard im Hostel.
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| Unser Hangi im Erdofen |
Der nächste Morgen begann sehr früh, da wir schon um 9 Uhr zum Riverrafting verabredet waren. Ein Bus holte uns beim Hostel ab und fuhr uns zum Tongariro River. Dort bekamen wir Neoprenanzüge und Helme und erste Anweisungen zum Riverrafting. Dann ging es mit den Rafts in Richtung des Tongariro Rivers. Nachdem der Raft endlich im Wasser war und wir drinnen saßen, war uns allen klar, dass das unglaublich werden würde! Wir fuhren mehrere Wasserfälle hinunter, der höchste war sogar 5 Meter hoch! Zum Glück sind bei uns alle im Boot geblieben und keiner ist heraus gefallen. Bei der anderen Gruppe im anderen Boot, ging ein Mädchen über Bord. Insgesamt hatten wir super viel Spaß und wir waren alle richtig traurig als unsere Tour nach ca. 1,5 Stunden zu Ende war.
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| unsere Rafting Crew mit noch 2 Australierinnen |
Nach unserem Rafting trip ging es dann weiter zum Wai-O-Tapu Thermal Wunderland. Dort konnten wir diverse Hot Pools, Seen, Krater, Dampflöcher und Geysiere mit verschieden Farben, verursacht durch die verschiedenen Mineralien, sehen. Es war wirklich wunderschön und unglaublich anzusehen. Leider hat es gerade als wir angekommen sind angefangen zu regnen. Das hat uns taffen Mädels aber nichts ausgemacht und wir sind trotzdem die komplette Route von 1,5 Stunden durch den Park gelaufen.
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| Sulphur Cave |
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| Champagne Pool |
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| Frying Pan Flat |
Nass, aber total überwältigt vom Thermal Wunderland, haben wir uns dann auch auf den Rückweg zurück nach Auckland gemacht. Es war wirklich ein gelungenes Wochenende!

























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