So, und hier der 2. Teil meiner Reise rund um die Südinsel. :)

In Westport angekommen, regnete es leider und wir verbrachten den restlichen Nachmittag auf dem Campingplatz und schmiedeten weiter an unseren nächsten Plänen.
Am Morgen war das Wetter zwar immer noch nicht so traumhaft, aber wir haben uns trotzdem auf den Weg zum Cape Foulwind gemacht, um Seelöwen zu beobachten. Es waren sogar Babyseelöwen dabei!
Nach einem kleinen Strandspaziergang, ging es auch wieder zurück zum Campingplatz und am Abend überraschte uns ein wunderschöner Sonnenuntergang!
Am nächsten Tag ging unsere Reise weiter zum Abel Tasman Park, der sich ganz im Norden auf der Südinsel befindet. Dort hatten wir schon im Voraus eine zweitägige Kayaktour durch den Abel Tasman National Park gebucht.

Dort angekommen, empfing uns erstmal traumhaftes Wetter, sodass wir gleich an den Strand gingen, um es uns mal so richtig gutgehen zu lassen und das langersehnte gute Wetter endlich genießen zu können!
Am nächsten Morgen ging es auch schon sehr früh los zur Kayakstelle. Dort mussten wir erstmal all unser Zeug in den Kayaks verstauen, wir hatten schließlich alle einen Schlafsack und Isomatte, zwei Zelte und genug Proviant für 2 Tage dabei! Aber zum Glück hatten wir genug Stauraum in den Kayaks, sodass wir alles gut unterbringen konnten.

Nachdem wir dann noch eine kleine Einführung in das Kayakfahren bekommen hatten und mit der Eskimorolle vertraut gemacht wurden, (die muss man machen, wenn man kentert und sicher wieder aus dem Kayak herauskommen möchte) ging es auch schon los.


Die Doppelkayak -Teams sahen so aus, dass ich mit der Laura in einem Kayak saß und ich den Steuermann machte, denn ich hatte sogar zwei Fußpedale zum lenken, und die Maike mit der Alexa. Wir erwiesen uns alle als Top- Paddelteams und gelangten schnell voran. Da der Weg zu unserem Nachtlager gar nicht so weit wie gedacht war, hatten wir genug Zeit, an den wunderschönen Stränden und Buchten um uns herum, Rast zu machen und im Meer schwimmen zu gehen. Dabei kamen wir uns wie im Paradies vor, mit all den weißen Stränden, dem türkisblauem Meer und dem strahlend blauem Himmel!

Gegen Nachmittag kamen wir in Anchorage an, wo wir auf dem Campingplatz die Nacht verbringen wollten. Da es sich um einen naturgeschützen National Park handelt, gab es natürlich auch keine Elektrizität auf dem ganzen Campingplatz. Deshalb mussten wir mit dem Gaskocher unser Abendessen kochen und mit Taschenlampen am Abend aufs Klo gehen! So sieht doch echtes Wildniscampen aus! Bevor wir uns jedoch ans Abendessen kochen machten, erkundeten wir noch etwas den Abel Tasman Park zu Fuß und wanderten auf einen Aussichtspunkt hinauf, von dem man eine wunderschöne Aussicht über den Park hatte. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch an einem wunderschönen und verlassenen Strand vorbei, an dem man sich wie im Paradis fühlen konnte!
Am Abend gab es noch ein kleines Lagerfeuer mit den anderen Campern des Campingplatzes und ich durfte selbstgesammelte und über dem Lagerfeuer gekochte Muschel probieren. Die waren wirklich sehr lecker, da sie mit übrig gebliebenem Chinanudelgewürz gewürzt waren.


Nach einem schnellen Müslifrühstück ging es wieder in die Kayaks und es wurde weiter zum nächsten und noch schöneren Strand gepaddelt, wo wir wieder die Sonne und das Meer genießen konnten. Auf dem Weg dorthin sahen wir plötzlich einen kleinen Pinguin neben uns im Wasser schwimmen! Er war gerade mal 1 Meter von unserem Kayak entfernt und endlich unser erster Pinguin den wir zu Gesicht bekamen!

Trotz des starken Gegenwindes schafften wir es noch rechtzeitig zum Endtreffpunkt unserer Kayaktour, um dann mit dem Wassertaxi wieder zurück zu unserem Startpunkt gefahren zu werden.

Nachdem wir wieder auf dem Campingplatz angekommen waren, gönnten wir uns die nächste Nacht in einem richtigen Bett, da wir alle geschafft vom Kayakfahren waren.
Da uns der Abel Tasman Park so gut gefiel, mit den wunderschönen Stränden und dem tollen Wetter, beschlossen wir noch einen Tag länger zu bleiben und uns einen schönen Tag am Strand zu machen und etwas den Park zu erkunden. Am Abend sollte dann ein roter Mond (bloody moon) am Himmel aufgehen, weshalb wir uns zum Mondaufgang zum Eingang des Parks stellten, um ihn zu sehen. Also warteten wir und wurden währenddessen von den Sandflies zerstochen (das sind eine Art Moskito, die ziemlich lange und böse juckende Stiche verursachen) und als Belohnung, sahen wir leider nur einen rosa Sonnenuntergang, aber zu unserer Enttäuschung leider keinen roten Mond. Echt schade!

Unsere Reise führte uns weiter nach Nelson, wo wir bei "Penguino" Neuseelands bestes Eis gegessen haben. Mein Mangolassie- und Boysenberryeis war auch wirklich lecker! In Nelson buchten wir dann auch unsere Delfin- Schwimmtour für den nächsten Morgen in Picton.


Als wir am späten Nachmittag in Picton ankamen, machten wir nur einen kleinen Spaziergang durch die kleine Hafenstadt, von der aus man mit der Fähre rüber auf die Nordinsel nach Wellington fahren kann. Am Abend fiel mir dann auf, dass ich mein Handy gar nicht mehr bei mir hatte und dachte nur, dass ich es irgendwo in den tiefen des Autos verloren hatte. Als die Laura jedoch mein Handy anrief, ging zu unserer Verwunderung sogar jemand dran, nämlich die Polizei Picton! Ich hatte mein Handy nämlich bei unserem Hafenspaziergang verloren und ein kleiner, neunjähriger Junge hatte es gefunden, und zu meinem Glück, abgegeben. Also machten wir uns auf den Weg zur Polizei, um mein Handy abzuholen. Dort erfuhren wir auch die Adresse des Jungen und ich beschloss ihn gleich noch am Abend zu besuchen und ihn mit einer Tafel Schokolade für seine Tat zu belohnen. Der Junge stellte sich tatsächlich als super süß heraus und auf unserem Rückweg holte uns dann noch seine Mutter mit dem Auto ein, da sie unbedingt ein Erinnerungsfoto mit uns und ihrem Sohn haben wollte. Also hätten wir das mit einem Polizeibesuch in Neuseeland auch erledigt!

Am nächsten Morgen mussten wir wieder früh raus, damit wir rechtzeitig zu unserer Delfin- Schwimmtour kommen konnten. Das Wetter war wieder traumhaft, sodass wir mit viel Sonne die schöne Ansicht des Malborough Sounds genießen konnten, die wir von unserm Schiff aus geboten bekamen. Die ersten Delfine ließen auch nicht lange auf sich warten und bald folgten wir einer großen Delfingruppe, um genau dann mit unserer Schnorchelausrüstung ins Wasser zu gehen, wenn sie genau auf uns zugeschwommen kamen. Zu unserm Glück hatten wir eine Schwangere dabei, die Delfine nochmal besonders anzieht, da sie den doppelten Herzschlag spüren können und dadurch noch neugieriger werden. Noch dazu sollten wir alle lustige Geräusche machen, um uns noch attraktiver für die Delfine zu machen. Das war schon ein ganz besonderes Erlebnis, als die Delfine auf einen zugeschwommen kamen, um einen herum kreisten und dann ihren Weg fortsetzen. Insgesamt durften wir vier Mal mit den Delfinen ins Wasser. Schon allein das beobachten der Delfine, wie sie aus dem Wasser springen und miteinander spielen, war schon ein Erlebnis wert!

Auf unserer Fahrt haben wir natürlich auch noch ganz viele Pinguine gesehen, die dort friedlich im Wasser umhertrieben. Die Delfintour ging dann schließlich mit einem heißen Kakao auf dem Schiffsdeck zu ende und wir waren alle total überwältigt von unseren Delfinerfahrungen!
Unser letzter Stop führte uns wieder nach Christchurch, wo wir unsere Reise begonnen hatten.

Als wir dort am Abend ankamen, waren wir total erschreckt darüber, wie zerstört die Innenstadt, und besonders das Stadtzentrum immer noch ist, obwohl das große Erdbeben jetzt schon fast 3 Jahre her war. (Das große Erdbeben im Februar 2011 hatte dort fast die ganze Stadt zerstört). Die Aufbauarbeiten scheinen wohl nur langsam voranzugehen und die ganzen Baustellen und leerstehenden Gebäude sehen noch nach viel Arbeit aus!
Unseren letzen gemeinsamen Abend ließen wir also bei ein paar Cocktails in einer Bar ausklingen.
In unsrem Hostel gab es am Morgen sogar den Luxus von Frühstück mit frischem selbstgebackenem Brot und Marmelade.

Den letzten Tag verbrachten wir am Strand und auf einem Charity Festival, bei dem Geld für den Wiederaufbau gesammelt wurde, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machen mussten.
So gingen also unsere 17 Tage auf der Südinsel herum; für mich leider viel zu schnell!
Als meinen absoluten Lieblingsplatz der Südinsel habe ich mich für den Abel Tasman Park entschieden, da man sich dort wie im Paradis vorkommt!
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| Entenbesuch :) |